Organisatorische und steuerliche Innovation als Schlüssel zur 40-Stunden-Woche
Angesichts der schrittweisen Reduzierung der Arbeitszeit in Mexiko schlägt das Colegio de Economistas de Aguascalientes vor, dass sich Unternehmen nicht nur auf Technologie stützen, sondern auch auf organisatorische Inno
Angesichts der schrittweisen Reduzierung der Arbeitszeit in Mexiko schlug das Colegio de Economistas de Aguascalientes vor, dass die betriebliche Anpassung nicht nur auf die Einführung von Technologie abzielen sollte, sondern auf Strategien der organisatorischen Innovation, interne Verbesserungen des Managements und steuerliche Anreize, die die Produktivität steigern und die finanzielle Rentabilität von Unternehmen aufrechterhalten.
Auf einer Pressekonferenz erklärte die Präsidentin der Organisation, María del Carmen Corchado, dass die Reform die Möglichkeit biete, die Arbeitsweise von Unternehmen zu überdenken, insbesondere von Kleinst-, Klein- und Mittelbetrieben (KMU), die stärkeren Einschränkungen bei der Bewältigung steigender Arbeitskosten ausgesetzt seien.
Innovation jenseits der Technologie
Aus Sicht der Organisation sollte Innovation nicht ausschließlich mit Technologieinvestitionen verbunden sein, da es andere Bereiche gebe, in denen Unternehmen ihre Leistung mit geringeren Kosten verbessern könnten.
Basierend auf den Kriterien der OECD werden vier Innovationsbereiche identifiziert: Produktionsprozesse, Produktentwicklung, interne Organisation und Handelsformen. Für KMU in Aguascalientes wird davon ausgegangen, dass die größten Chancen in der internen Reorganisation und der Optimierung von Geschäftsmodellen liegen.
Zu den vorgeschlagenen Maßnahmen gehören die Erstellung von Verfahrenshandbüchern, die Verbesserung administrativer Prozesse und die Schaffung von gemeinsam genutzten Distributionsschemata, die zur Senkung der Logistikkosten und zur Steigerung der operativen Effizienz beitragen.
Steuerliche Anreize als Anpassungsinstrument
Das Colegio de Economistas schlug auch die Notwendigkeit vor, direkte steuerliche Anreize für Unternehmen einzuführen, die die Arbeitsvorschriften einhalten, um die finanziellen Auswirkungen der Arbeitszeitverkürzung abzufedern.
Der Vorschlag sieht die Schaffung von Steuerboni vor, die an die Einhaltung des Gesetzes geknüpft sind, begleitet von Überwachungsmechanismen, die sicherstellen, dass die Vorteile sowohl für die Arbeitnehmer als auch für die Unternehmen zu tatsächlichen Verbesserungen führen.
Aus dieser Perspektive würde ein Anreizsystem die Unternehmensgewinne aufrechterhalten und den Übergang zum neuen Arbeitsmodell erleichtern, ohne die Beschäftigungsstabilität zu beeinträchtigen.
Produktivität als Bedingung für die Reform
Die Organisation betonte, dass die Arbeitszeitverkürzung nur dann nachhaltig sein werde, wenn sie von einer Produktivitätssteigerung begleitet werde, was die Stärkung der Ausbildung und Professionalisierung innerhalb der Unternehmen voraussetze.
Bei KMU wurde die Notwendigkeit identifiziert, Schulungsprogramme zu fördern, die eine verbesserte Verwaltung, Arbeitsorganisation und operative Effizienz ermöglichen, da vielen Unternehmen Werkzeuge zur Prozessoptimierung fehlen.
Finanzbildung und Unternehmertum
Als Teil einer langfristigen Vision schlug das Colegio de Economistas vor, die Finanzbildung und die Ausbildung im Unternehmertum von frühester Kindheit an zu stärken, mit dem Ziel, Generationen mit größeren Fähigkeiten zur Gründung und Führung von Unternehmen hervorzubringen.
Ebenso wurde die Rolle der Universitäten als Motor der wirtschaftlichen Entwicklung hervorgehoben, indem sie Innovation, die Schaffung produktiver Projekte und die Vernetzung mit dem Unternehmenssektor förderten.
Auf dem Weg zu einem Übergang mit einem integralen Ansatz
Aus Sicht der Organisation stellt die Umsetzung der 40-Stunden-Woche nicht nur eine Veränderung der Arbeitsbedingungen dar, sondern auch eine Gelegenheit, die Unternehmensstruktur durch Strategien der Organisation, Innovation und Steuerpolitik zu modernisieren.
Die Hauptherausforderung, so erklärten sie, werde darin bestehen, ein Umfeld zu schaffen, das die Verbesserung der Arbeitsbedingungen ermögliche, ohne das Wachstum der Unternehmen zu bremsen, insbesondere in einem Kontext, in dem KMU die Grundlage des lokalen Wirtschaftsgefüges bilden.
Weitere Artikel
Warum Zitrusfrüchte für die Wirtschaft von Nuevo León entscheidend sind
20. Jan. 2026
Wer ist Josh D’Amaro? Der neue CEO von Disney
3. Feb. 2026
Warum der Tourismus sich in Guanajuato als Wirtschaftsmotor festigt
20. Jan. 2026
Das Erwachen des mexikanischen Motors: Autoverkäufe erreichen historisches Januarhoch 2026
5. Feb. 2026
Wer ist Lorena Marisol Rodríguez Rivera? Interims-Bürgermeisterin von Tequila
9. Feb. 2026
Unternehmen in Nuevo León erwarten Rezession 2026: Wo wird investiert?
12. Feb. 2026