Sheinbaum leitet Gesetz zur Förderung digitaler Zahlungen an Abgeordnete weiter: Worum geht es?
Präsidentin Claudia Sheinbaum hat dem Kongress den Wirtschaftsplan 2027 und Gesetzesinitiativen zur Digitalisierung von Zahlungen und Immobilienregistern vorgelegt.
Präsidentin Claudia Sheinbaum hat dem Abgeordnetenhaus zusammen mit dem Wirtschaftsplan 2027 eine Reihe von Initiativen zur Änderung verschiedener Bereiche der wirtschaftlichen und administrativen Tätigkeit des Landes vorgelegt. Dazu gehören der Vorschlag zur Verabschiedung des Gesetzes über digitale Wirtschaft für digitale und elektronische Zahlungen sowie das allgemeine Gesetz zur Stärkung und Harmonisierung von Kataster- und Registerwesen. Beide zielen auf eine stärkere Digitalisierung von Wirtschaftsoperationen und Prozessen im Zusammenhang mit Immobilien ab.
Die erste Initiative zielt darauf ab, einen Rechtsrahmen für die Ausweitung der Nutzung digitaler und elektronischer Zahlungsmittel zu schaffen, während die zweite darauf abzielt, Kataster- und Registerinformationen zwischen den verschiedenen Regierungsebenen zu vereinheitlichen und zu vernetzen.
Digitale Zahlungen, warum?
Die Initiative geht von folgender Prämisse aus: Mexiko verfügt bereits über einen Großteil der notwendigen Infrastruktur für digitale Zahlungen, deren Akzeptanz jedoch noch ungleichmäßig ist. Das Dokument weist darauf hin, dass das Interbank Electronic Payment System (SPEI) sowie Tools wie CoDi und Dimo es ermöglichen, Überweisungen zu tätigen und Zahlungen digital zu empfangen. Hinzu kommt eine breite Verbreitung von Mobiltelefonen.
Das Problem liegt laut der Begründung in der Kluft zwischen dieser Infrastruktur und ihrer alltäglichen Nutzung. Basierend auf der Nationalen Umfrage zur finanziellen Inklusion (ENIF) 2024 zeigt die Initiative, dass von 2021 bis 2024 die häufige Verwendung von Bargeld für Einkäufe bis zu 500 Pesos von 90,1 % auf 85,2 % gesunken ist; im Gegensatz dazu stiegen elektronische Überweisungen und mobile Anwendungen von 1,6 % auf 4,4 %.
Für die Bundesregierung kann eine stärkere Akzeptanz digitaler Zahlungen Transaktionskosten und -zeiten reduzieren, elektronische Nachweise generieren und Fernoperationen erleichtern. Darüber hinaus kann jede Transaktion dazu beitragen, eine finanzielle Historie aufzubauen, die es ermöglicht, Einkommen und Zahlungsfähigkeit nachzuweisen, was besonders für Personen und kleine Unternehmen relevant ist, die Schwierigkeiten haben, Zugang zu formeller Finanzierung zu erhalten.
Der Vorschlag sieht auch Identifizierungsmechanismen für Fernoperationen vor, darunter die CURP Digital und die Bürgerakte, stets mit Zustimmung des Inhabers und gemäß den Vorschriften zum Schutz personenbezogener Daten.
Worum geht es im Gesetz über digitale Zahlungen?
Das Gesetz über digitale Wirtschaft für digitale und elektronische Zahlungen würde im gesamten Staatsgebiet gelten und zielt darauf ab, die Einführung und Implementierung digitaler Zahlungsmittel zu fördern. Die Initiative betrachtet QR-Codes, NFC-Geräte, Debit- und Kreditkarten, Überweisungsaufträge, Lastschriften und andere Geräte oder Schnittstellen, die Zahlungen oder Überweisungen ermöglichen, als solche.
Seine Umsetzung würde sowohl Anbieter von Waren und Dienstleistungen als auch Behörden der drei Regierungsebenen umfassen. Diese müssen die notwendige Infrastruktur für den Empfang digitaler Zahlungen bereitstellen, die Nutzer über die verfügbaren Mittel informieren und Maßnahmen ergreifen, um auf unvorhergesehene Ereignisse zu reagieren, die ihre Nutzung vorübergehend verhindern. Darüber hinaus müssen die Behörden über diese Mechanismen für die Bearbeitung von Anträgen und Dienstleistungen verfügen.
Einer der Kernpunkte liegt in den sogenannten strategischen Sektoren oder relevanten Aktivitäten. Die Initiative legt fest, dass das Finanzministerium für die öffentliche Sicherheit (SHCP) dafür zuständig ist, festzulegen, welche Sektoren und Aktivitäten dies sein werden, in denen die Annahme digitaler und elektronischer Zahlungsmittel die einzige Zahlungsform werden kann.
Anschließend legen die zuständigen Behörden jedes Sektors die Bedingungen, Anforderungen und Verpflichtungen für den Empfang dieser Zahlungen fest, sowie Mechanismen und Fristen für einen schrittweisen Übergang vom Bargeld. Bei einer Störung, die den Empfang digitaler Zahlungen unmöglich macht, sieht der Vorschlag die vorübergehende Zulassung von Zahlungen in bar oder per Scheck vor.
Der Geltungsbereich für Unternehmen hängt daher von den von Hacienda definierten Sektoren ab. Für diejenigen, die einbezogen sind, würde die Anpassung nicht nur die Annahme von Karten bedeuten: Sie würde die Bereitstellung von Infrastruktur und technologischen Lösungen erfordern, die in der Lage sind, die von der neuen Gesetzgebung vorgesehenen verschiedenen Mittel zu verarbeiten.
Eine Nationale Katasterplattform wird eingerichtet
Die Katasterinitiative schlägt die Schaffung des Nationalen Katasterplans und des Nationalen Registerplans mit Richtlinien zur Modernisierung, Aktualisierung, Harmonisierung und Interoperabilität von Informationen vor. Sie sieht auch eine Nationale Katasterplattform vor, um Anträge auf standardisierte Weise zu verwalten und Gebiets- und Grundstücksinformationen von Bundesstaaten und Gemeinden über gemeinsame Standards zu verbinden. Die Agentur für Digitale Transformation und Telekommunikation würde unter anderem mit der Entwicklung und Verwaltung dieser Plattformen betraut, während die lokalen Behörden die Modelle für Harmonisierung und Interoperabilität annehmen müssten.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass beide Initiativen in dieselbe Richtung zielen: Digitalisierung von Operationen, Informationen und Verfahren zur Reduzierung von Barrieren, Verbesserung der Rückverfolgbarkeit und Erleichterung der Beziehung zwischen Bürgern, Unternehmen und Behörden. Ihr nächster Schritt wird die Analyse und Diskussion im Kongress sein.
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