Trump bezeichnet T-MEC als irrelevant: Auswirkungen und Folgen
US-Präsident Trump stuft das Handelsabkommen T-MEC als irrelevant ein. Dies geschieht zu einem kritischen Zeitpunkt für die Automobilindustrie mit weitreichenden Folgen.
Während eines strategischen Besuchs in einem Ford-Werk in Michigan hat Präsident Trump das bestehende Handelsabkommen heruntergespielt. Der Präsident erklärte gegenüber den Medien, dass das T-MEC für die wirtschaftlichen Interessen der Vereinigten Staaten irrelevant sei. Diese Äußerungen erfolgen zu einem kritischen Zeitpunkt für die Industrie, gerade jetzt, da die Autohersteller ihre langfristigen Investitionspläne festlegen.
Ford-CEO Jim Farley hat bereits zuvor den Druck auf den Sektor thematisiert. Laut Farley verschaffen zollrechtliche Vorteile Konkurrenten wie Toyota einen Kostenvorteil von bis zu 10.000 US-Dollar pro Fahrzeug. Ford und andere Hersteller drängen auf die Aufrechterhaltung wettbewerbsfähiger Bedingungen für die Produktion in Nordamerika.
Die Rhetorik aus dem Weißen Haus deutet jedoch auf eine Verschärfung der Handelspolitik hin. Trump betonte, dass seine Priorität die vollständige heimische Fertigung sei.
„Das Problem ist, dass wir Ihr Produkt nicht brauchen. Wir brauchen keine Autos, die in Kanada hergestellt werden. Wir brauchen keine Autos, die in Mexiko hergestellt werden. Wir wollen sie hier herstellen“, sagte der Präsident während seines Besuchs in Dearborn.
„Das Problem ist, dass wir Ihr Produkt nicht brauchen. Wir brauchen keine Autos, die in Kanada hergestellt werden. Wir brauchen keine Autos, die in Mexiko hergestellt werden. Wir wollen sie hier herstellen“, sagte der Präsident während seines Besuchs in Dearborn.
Ist der nordamerikanische Handel wirklich entbehrlich?
Obwohl das Abkommen als irrelevant bezeichnet wird, zeigen Industriedaten eine andere Realität. Die automobilen Lieferketten sind zwischen den drei Ländern tief integriert. Ein Bruch dieser Verbindungen könnte die Produktion stören und die Kosten für den Endverbraucher erhöhen.
Der vom Handelsbeauftragten Jamieson Greer dem Kongress vorgelegte Bericht hebt die Haltung des privaten Sektors hervor. Laut dem Dokument äußerten sich fast 150 Unternehmensvertreter unterstützend zur Aufrechterhaltung des Marktzugangs. Die meisten Agrar- und Fertigungsverbände betonten die Bedeutung der Beibehaltung der wichtigsten Vorteile des Abkommens.
Der US-Präsident besteht darauf, dass das Abkommen seine Partner überproportional begünstigt.
„Es hat keinen wirklichen Vorteil, es ist irrelevant. Kanada würde es lieben. Kanada will es. Sie brauchen es“, sagte Trump.
„Es hat keinen wirklichen Vorteil, es ist irrelevant. Kanada würde es lieben. Kanada will es. Sie brauchen es“, sagte Trump.
Die Zukunft der gemeinsamen Überprüfung im Jahr 2026
Die aktuelle Unsicherheit erschwert das Panorama für die obligatorische Überprüfung des Abkommens. Das T-MEC sieht eine geplante Überprüfungsklausel für den 1. Juli 2026 vor. Mögliche Szenarien sind:
- Erfolgreiche Erneuerung: Wenn alle drei Länder zustimmen, wird das Abkommen um weitere 16 Jahre verlängert.
- Jährliche Überprüfungen: Bei fehlendem Konsens finden jährliche Überprüfungen statt, bis eine Einigung erzielt wird oder bis zum Auslaufen im Jahr 2036.
- Bilaterale Abkommen: Es besteht die Möglichkeit, das Abkommen in einzelne bilaterale Verträge aufzuspalten.
Erfolgreiche Erneuerung: Wenn alle drei Länder zustimmen, wird das Abkommen um weitere 16 Jahre verlängert.
Jährliche Überprüfungen: Bei fehlendem Konsens finden jährliche Überprüfungen statt, bis eine Einigung erzielt wird oder bis zum Auslaufen im Jahr 2036.
Bilaterale Abkommen: Es besteht die Möglichkeit, das Abkommen in einzelne bilaterale Verträge aufzuspalten.
Von Bloomberg befragte Experten bezweifeln, dass die USA das Abkommen abrupt aufkündigen werden. Die gemeinsame Ausrichtung der Fußball-Weltmeisterschaft 2026 erfordert eine enge Zusammenarbeit zwischen den Nationen. Nichtsdestotrotz dient die Haltung, das Abkommen sei irrelevant, als aggressive Verhandlungsstrategie.
Geopolitische Spannungen und regionale wirtschaftliche Folgen
Das Panorama wird durch Faktoren außerhalb der Automobilindustrie kompliziert. Die jüngsten Rüstungsspannungen und geopolitischen Konflikte in Lateinamerika fügen der Gleichung Volatilität hinzu. Román Moreno, Ökonom der UNAM, erklärte gegenüber Líder Empresarial die finanziellen Konsequenzen dieser Instabilität.
Laut dem Spezialisten vergiftet die Drohung mit militärischen Maßnahmen oder Sanktionen den Verhandlungstisch des T-MEC. Dies erhöht die Wahrscheinlichkeit von Szenarien mit strengeren Ursprungsregeln.
„Wenn die Überprüfung des T-MEC von Spannungen begleitet wird, können Lieferketten verlagert werden oder einen höheren nationalen Anteil mit steigenden Kosten fordern“, erklärte Moreno.
„Wenn die Überprüfung des T-MEC von Spannungen begleitet wird, können Lieferketten verlagert werden oder einen höheren nationalen Anteil mit steigenden Kosten fordern“, erklärte Moreno.
Der Analyst warnt, dass Unternehmen diese politischen Risiken internalisieren. Dies führt dazu, dass Entscheidungen über den Standort von Werken verschoben werden oder höhere Versicherungsprämien erforderlich sind. Obwohl der Weitergabe-Effekt (Weitergabe von Kosten an die Inflation) geringer ist als in früheren Jahrzehnten, ist er nicht null. Die Kosten könnten sich im Endpreis von Grundgütern und Logistikdienstleistungen widerspiegeln.
Diese Konjunktur zwingt die Investoren, nicht nur die makroökonomischen Indikatoren, sondern auch den politischen Ton aus Washington genau zu beobachten.
Die wirtschaftlichen Kosten militärischer Spannungen für Mexiko
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