Mittwoch, 4. Februar 2026
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Mexiko übernimmt 2026 den Vorsitz der COCAL: Vorteile für die Meeting-Industrie

Mexiko übernimmt 2026 den Vorsitz der COCAL: Vorteile für die Meeting-Industrie

Die Meeting-Industrie in Mexiko beginnt eine neue Phase der regionalen Projektion mit dem Vorsitz der Lateinamerikanischen Vereinigung der Meeting-Industrie (COCAL) für die Amtszeit 2026-2028. Die Ernennung von Julio Cés

Die Meeting-Industrie in Mexiko beginnt eine neue Phase der regionalen Projektion mit dem Vorsitz der Lateinamerikanischen Vereinigung der Meeting-Industrie (COCAL) für die Amtszeit 2026-2028.

Die Ernennung von Julio César Bojórquez Hernández, derzeit nationaler Präsident von AMPROFEC und Direktor von Central Interactiva, stellt einen bedeutenden Schritt für die Integration des Sektors auf kontinentaler Ebene dar, in einem Kontext, in dem Kongresse, Messen und Ausstellungen sich als strategische Wirtschaftsmotoren etablieren.

Diese mexikanische Führung findet zudem zu einem entscheidenden Zeitpunkt für Lateinamerika statt, wo Destinationen ihre globale Wettbewerbsfähigkeit in den Bereichen Geschäftstourismus, Innovation und Professionalisierung des Sektors stärken wollen.

Regionale Transition eröffnet neue Ära für COCAL

Die Wahl von Bojórquez Hernández markiert den Beginn einer erneuerten institutionellen Ära für COCAL, eine Organisation, die die wichtigsten Akteure des Meeting-Tourismus in Lateinamerika koordiniert.

Der Übergangsprozess wird in Abstimmung mit dem aktuellen Vorstand unter der Leitung von Luis Ricardo Martínez von Expo Eventos Panamá entwickelt, der ab Januar 2026 die Rolle des Past President übernehmen wird.

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Meeting-Industrie in Mexiko als nationaler Wirtschaftsmotor

Das wirtschaftliche Gewicht der Meeting-Industrie in Mexiko erklärt die Relevanz dieser regionalen Präsidentschaft. Laut dem Mexikanischen Rat der Meeting-Industrie generierte der Sektor im Jahr 2024 mehr als eine Million direkte Arbeitsplätze und positionierte sich damit als einer der Eckpfeiler des Tourismus und spezialisierter Dienstleistungen.

Hinzu kommt die finanzielle Auswirkung laut dem Tourismusministerium, das schätzte, dass diese Nische im Jahr 2022 eine durchschnittliche Wertschöpfung von 850 US-Dollar pro Person bei nationalen Veranstaltungen verzeichnete, während sie bei internationalen Kongressen 2.219 US-Dollar erreichte. Zum Vergleich: Die durchschnittlichen Ausgaben eines konventionellen internationalen Touristen lagen bei 450 US-Dollar, was die hohe Rentabilität des Meeting-Tourismus verdeutlicht.

Dieses Segment trägt rund 1,5 % zum nationalen BIP bei und entspricht 1,8 % der Gesamtbeschäftigung des Landes sowie 4,2 % der Beschäftigung im Dienstleistungssektor, was seine Rolle als strategische Industrie für die mexikanische Wirtschaft festigt.

Mexiko als expandierendes Reiseziel

Mexiko bleibt einer der lateinamerikanischen Märkte mit der größten installierten Kapazität für Kongresse und Ausstellungen. Es verfügt über 105 spezialisierte Veranstaltungsorte mit Kapazitäten von 100 bis über 20.000 Personen, ausgestattet mit fortschrittlicher Technologie und erstklassiger Anbieterversorgung.

International belegt das Land mit 136 im Jahr 2023 gemeldeten Kongressen den 27. Platz im Ranking der International Congress and Convention Association (ICCA).

Das Profil von Julio César Bojórquez und sein Einfluss auf die Meeting-Industrie

Der Vorsitz der COCAL wird von einem Profil mit mehr als zwei Jahrzehnten Erfahrung in Kommunikation, Werbung und Strategien für die Meeting-Industrie übernommen. Als nationaler Präsident von AMPROFEC hat Bojórquez Hernández Prozesse der Digitalisierung, gewerkschaftlichen Einheit und Internationalisierung des Sektors in Mexiko vorangetrieben.

Seine Führung hat die Zusammenarbeit mit internationalen Organisationen wie der Spanischen Messevereinigung (AFE), IFES, AFIDA und UFI gestärkt, strategische Veranstaltungen wie den UFI Americas Congress Monterrey 2024 angezogen und die Durchführung internationaler Kongresse in Guadalajara im Jahr 2025 vorangetrieben.

Der COCAL-Vorstand 2026-2028 wird sich aus Führungskräften aus der gesamten Region zusammensetzen, was die institutionelle Vielfalt des Gremiums erweitert. Hervorzuheben sind Profile wie Andrea Zuluaga, ehemalige Präsidentin von Asoeventos Kolumbien, als Generalsekretärin; Carolina Adano, Geschäftsführerin der FIEXPO Exhibitions Group, als Schatzmeisterin; und Guillermo Orellana vom Convention Bureau von San Pedro Sula als Vizepräsident für Destinationen.

Darüber hinaus wird die Rolle des nationalen Delegierten neu eingeführt, wobei Denisse Mac Cubbin vom Convention Bureau von Lima die erste ist, die diese neue Position innehat, was einen Versuch widerspiegelt, die regionale Vertretung zu stärken.

Die mexikanische Präsidentschaft in der eröffnet strategische Möglichkeiten zur Stärkung der öffentlichen Politik, zur Förderung der beruflichen Weiterbildung und zur Förderung eines wettbewerbsfähigeren regionalen Ökosystems.

In einem Kontext, in dem der Meeting-Tourismus spezialisierte Arbeitsplätze schafft, zahlungskräftige Besucher anzieht und ganze Produktionsketten aktiviert, könnte die regionale Führung Mexikos den Sektor zu einem der dynamischsten Wirtschaftspfeiler Lateinamerikas festigen.

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