Freitag, 26. Juni 2026

Nissan und Takayama nutzen Lackierabfälle für neue Baustoffe

Nissan und Takayama nutzen Lackierabfälle für neue Baustoffe

Nissan und die Takayama Gruppe entwickeln innovative Baustoffe aus recycelten Nebenprodukten der Autolackierung, zur Abfallreduktion und Förderung der Kreislaufwirtschaft.

Nissan und die Takayama Gruppe haben zwei neue Baumaterialien vorgestellt, die aus recycelten Nebenprodukten des industriellen Lackierprozesses in der Automobilindustrie hergestellt werden. Diese Initiative zielt darauf ab, industrielle Abfälle zu reduzieren und die Kreislaufwirtschaft zu fördern.

Bei den neuen Produkten handelt es sich um die akustischen Dämmplatten TS-12 und TS-20, die aus Kalziumkarbonat hergestellt werden, das in den Lackierwerkstätten von Nissan zurückgewonnen wird. Nissan liefert das recycelte Material, während Takayama für die Herstellung und Vermarktung der Produkte für die Bauindustrie zuständig ist.

Während des Lackierprozesses von Fahrzeugen haftet ein Teil des zerstäubten Lacks nicht auf der Karosserie, sondern bleibt in der Luft hängen. Traditionell wurde dieser Rückstand in einen Wassertank geleitet und anschließend als Industrieabfall entsorgt.

Um dieses Material nutzbar zu machen, hat Nissan in seinen Werken in Tochigi und Oppama ein Trockenkabinen-System implementiert.

Laut dem Unternehmen «verwendet dieses System Filter, die mit Kalziumkarbonat gefüllt sind, um den Lacknebel aufzufangen. Dadurch kann das Material in fester und trockener Form zurückgewonnen werden», was seine Wiederverwendung als Rohstoff erleichtert.

Die neuen Platten enthalten dieses recycelte Material und können laut Nissan und Takayama «die CO₂-Emissionen im Vergleich zu herkömmlichen Baustoffen um mehr als 30 % reduzieren».

Mit diesem Projekt schätzt Nissan eine Reduzierung von rund 1.200 Tonnen Industrieabfall pro Jahr sowie eine Senkung der Abfallentsorgungskosten um 25 Millionen Yen.

Das Unternehmen prüft zudem neue Anwendungsbereiche für das zurückgewonnene Kalziumkarbonat, einschließlich «seines möglichen Einsatzes in Automobilkomponenten ab 2030».

Die Zusammenarbeit zwischen Nissan und Takayama ist Teil der , industrielle Abfälle in neue Materialien zu verwandeln und Prozesse mit geringeren Umweltauswirkungen zu entwickeln.

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