Mittwoch, 4. Februar 2026
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USA verhaftet Maduro: Was kommt als Nächstes für Venezuela?

USA verhaftet Maduro: Was kommt als Nächstes für Venezuela?

Ein unerwarteter Schachzug erschüttert die politische Landschaft Lateinamerikas nach Washingtons Ankündigung zur Festnahme des venezolanischen Präsidenten.

Ein unerwarteter Schachzug hat die politische Landschaft Lateinamerikas erschüttert, nachdem Washington die Festnahme des venezolanischen Präsidenten bekannt gab. Die Operation, die vom US-Präsidenten selbst bestätigt wurde, stellt Venezuela vor einen der kritischsten Momente seiner jüngeren Geschichte, mit unmittelbaren politischen, rechtlichen und geostrategischen Auswirkungen.

Die Verhaftung erfolgt nach jahrelangen formellen Anschuldigungen wegen Narkoterrorismus, Terrorismus und Menschenrechtsverletzungen, was das interne Gleichgewicht des Chavismus neu gestaltet und Fragen zur Machtnachfolge aufwirft.

Unterdessen steht das südamerikanische Land in einem Kontext, in dem die Entscheidungen der kommenden Wochen entscheidend sein werden, vor einem nationalen Notstand, institutioneller Unsicherheit und internationalem Druck.

USA bestätigen die Verhaftung von Nicolás Maduro

Der Präsident der Vereinigten Staaten, , kündigte die Verhaftung von Nicolás Maduro und Cilia Flores nach koordinierten Angriffen in Caracas und anderen Regionen an.

Über Truth Social versicherte Trump, dass die Operation erfolgreich und in Abstimmung mit US-Strafverfolgungsbehörden durchgeführt wurde.

Das Weiße Haus gab bekannt, dass Maduro aus Venezuela ausgeflogen wurde und dass auf einer Pressekonferenz in Mar-a-Lago weitere Details bekannt gegeben werden.

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Strafrechtliche Anklagen und Gerichtsverfahren in den Vereinigten Staaten

Justizministerin Pam Bondi berichtete, dass Maduro im Southern District of New York angeklagt wird.

Die Anklagepunkte umfassen Verschwörung zum Narkoterrorismus, Kokainhandel, Besitz von automatischen Waffen und zerstörerischen Geräten.

Seit 2020 wird er von der US-Regierung als Anführer des Cartel de los Soles bezeichnet, eines mutmaßlichen kriminellen Netzwerks, das mit dem Drogenhandel in Verbindung steht.

Reaktion der venezolanischen Regierung und nationaler Notstand

Vizepräsidentin Delcy Rodríguez erklärte, dass der Aufenthaltsort des Präsidenten unbekannt sei und forderte sofortige Lebensbeweise.

Die Regierung hat nach einer Nacht mit Explosionen und Militäroperationen in mehreren Landesteilen den nationalen Notstand ausgerufen.

Bislang wurden weder diplomatische Verhandlungen noch eine bedingte Freilassung offiziell bestätigt.

Was sagt die venezolanische Verfassung?

Artikel 233 der Verfassung legt fest, dass bei einer absoluten Abwesenheit des Präsidenten in den ersten vier Jahren die Macht auf die Vizepräsidentschaft übergeht.

In diesem Szenario würde Delcy Rodríguez das Kommando übernehmen, während innerhalb einer Frist von maximal 30 Tagen Wahlen einberufen würden.

Die tatsächliche Anwendung dieses rechtlichen Rahmens hängt jedoch von der effektiven Kontrolle der Institutionen ab.

Der interne Streit innerhalb des Chavismus

Maduros Abwesenheit eröffnet eine Machtumverteilung innerhalb des Chavismus.

Schlüsselfiguren wie Diosdado Cabello und Verteidigungsminister Vladimir Padrino üben starken Einfluss auf die Streitkräfte aus. Bislang haben sie keine öffentlichen Anzeichen gezeigt, eine politische Übergabe zu verhandeln.

Die Opposition feiert, stößt aber auf Grenzen

Die Opposition unter der Führung von María Corina Machado und Edmundo González Urrutia unterstützte die Strategie des maximalen Drucks.

Ihr Ziel bleibt es, die Wahlergebnisse vom 28. Juli 2024 durchzusetzen. Ohne militärische oder institutionelle Kontrolle bleibt ihr Handlungsspielraum begrenzt.

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Regimewechsel oder Fortsetzung des Systems?

Maduros Abgang garantiert keinen strukturellen Wandel in Venezuela. Ein großer Teil des chavistischen Apparats sieht sich ähnlichen Anschuldigungen wie dem inhaftierten Präsidenten gegenüber.

Ohne eine vereinbarte Übergabe könnte das Land in eine verlängerte Phase politischer und wirtschaftlicher Instabilität eintreten.

Die Verhaftung von Nicolás Maduro ist ein beispielloses Ereignis, löst aber die venezolanische Krise nicht. Das Ergebnis wird vom internen Gleichgewicht des Chavismus, dem internationalen Druck und der tatsächlichen Fähigkeit der Opposition abhängen.

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